17. Mai 2007

Aufruf: welche Kriterien zeichnen eine gute Musikhochschule aus?

Abgelegt unter: Allgemein — bp @ 12:59

Mit Eurer Hilfe möchten wir die besten Musikhochschulen ausfindig machen.
Antwortet mit einem Kommentar, und erklärt welche Kriterien Ihr für wichtig erachtet und bei welcher Musikhochschule diese Kriterien erfüllt werden.

Hier einige Kriterien die wir für sehr wichtig halten:

1. Natürlich einen guten Lehrer oder Professor.
2. Eine große Klasse, damit die Studenten sich untereinander austauschen-, anspornen-, und besser einordnen können.
3. Kontakte über die eigene Hochschule hinaus, möglichst auch international, damit die Studenten sehen und hören wie es in anderen Hochschulen und Ländern ist.
4. Die Studenten sollten neben Ihrem Professor möglichst viele andere Lehrer erfahren können, da von jedem Lehrer wieder andere Impulse ausgehen.
5. Die Ausbildung sollte den Bezug zur Praxis integrieren: für die meisten Instrumente in der klassischen Ausbildung bedeutet dies mehr Ensemblespiel und Kontakte zu den Orchestermusikern. Denn zu viele junge Instrumentalisten und Dirigenten wissen zu wenig worauf es in der Berufspraxis ankommt.
6. Die Dirigentenausbildung sollte um Kurse in Menschenführung und Management als Pflichtfach erweitert werden. Die Orchester sind nämlich hierarchisch strukturiert, und brauchen jemanden vor sich der das Orchester klug und stark führt. Denn all zu oft wird leider nur der Dirigent als die einzige Autorität innerhalb dieser hierarchischen Struktur akzeptiert…mit verheerenden folgen wenn der Dirigent nicht darauf vorbereitet ist. „Einfach nur Musikmachen“ reicht in der Praxis leider oft nicht.

musician-manager.com

3 Kommentare »

  1. Ich finde Punkt 6 besonders wichtig - Dirigenten benötigen die gleichen Qualitäten wie gute Manager aus der Wirtschaft … und natürlich Ahnung von Musik haben.

    Kommentar von Sven — 22. Mai 2007 @ 15:47

  2. Als ehemaliger Dozent an einer Akadmie, kann ich nur sagen, das eine Klasse, mit mehr als 15 Studierenden, nicht so prickelnd ist. Das ist meine persönliche, langjärige Erfahrung und ich denke, nur so ist eine optimal Betreuung, durch den Lehrer möglich. Mehr Studierende heisst weniger Zeit für das Individuum.
    Pete Largo

    Kommentar von Pete Largo — 8. Juni 2007 @ 17:17

  3. 1. Die Kriterien die ich für wichtig erachte sind bisher noch nicht realisiert, nicht zur Bildung und Ausbildung eines heutigen MUSIKERS, bedacht worden!
    Somit gibt es auch noch keine Ausbildungsstätte in welcher diese Kriterien erfüllt
    werden. Bemüht mich „kurz“ zu fassen, kann ich meine Überzeugungen nur „am
    Rande“ – einbringen!

    2. Ein guter Lehrer ist vielseitig, vielschichtig, und ist in verschiedenen Musikkulturen
    gebildet, ist flexibel und ist bemüht um eine allgegenwärtige Aufmerksamkeit seinen
    Studenten gegenüber! Anders ausgedrückt: Was er von seinen Studenten verlangt –
    muss er Ihnen auch praktisch vorleben können!

    3. Eine große Klasse ist dann zu bevorzugen, wenn die Räumlichkeiten in der Institution es ermöglicht Gruppen zu bilden, damit die Studenten sich untereinander austauschen-, und sich sozial besser einordnen können.

    4. Kollegialität, Partnerschaftliches, aber auch hierarchische Einordnung müssten bereits im 1.Semester vermittelt werden! Die Unterscheidung eines Orchestermusiker, Solisten, eines Privatmusikerzieher, Schulmusiker, sollte nicht durch die einseitigen Ausbildungsmodi - wie sie heute noch immer üblich sind – blockiert werden! Darüber hinausgehende Entscheidungshilfen sollten durch frühe Austauschmöglichkeiten mit anderen Akademien, Hochschulen und Fachschulen, im Ausland, möglichst international ermöglicht werden! Und dies sobald feststellbar wird, dass sich die „Potentiale“ über breit gefächerte Angebots - Module, fördern lassen.

    5. Die Studenten sollten mehrere Lehrende, mit möglichst „Ganzheitlicher“ Bildung und Ausbildung erfahren können, also auch von „Praktikern“ wie auch „Theoretikern“! Vom Musizierenden auf der Straße ebenso wie vom großen „Könner“ anderswo!..

    5. Die Ausbildung sollte einen Bezug zur Praxis geben, durch Solovortrag, Ensemblespiel, und selbstverständlich auch hier mit so genannten Unterhaltungsmusikern, mit Popmusikern wie auch mit Jazzern!

    6. Junge Instrumentalisten und Vokalisten, Ensembleleiter und angehende Orchesterleiter, aber auch Bandleader und Dirigenten wissen allzu wenig worauf es in der heutigen sich verändernden Berufspraxis eines Musikers, ankommt. Jeder sollte wissen worauf es beim „anderen“ ankommt! Hier könnte gesellschaftskritisches Denken geübt werden. Nicht die „Abwertung“ des langsameren (der in Wirklichkeit gemächlicher in seinem „Temperament“ ist), nicht die entmutigende „Aufwertung“ des besonders talentierten „gescheiten“ sollten bevorzugt sein, sondern eine auf Ausgeglichenheit, eine sich in BALANCE bemühte Struktur, ist für eine gleich bleibende Homogenität im sozialen „Selbstverständnis“ eines Musikers (davon bin ich überzeugt), - wichtiger! Wenn er das auch ist, dann ist er auch Musiker.

    7. Musikalische Ausgewogenheit, in der Kreativität und Spitzenleistung sich von „SELBST“ ergeben, - wären zu entwickeln! Zu einer gemeinsamen positiven Einstellung gebildet, überflüssige negativ eingestellte Energie wird auf das wesentliche konzentriert, die eigentliche Aus –und Bildung der Musiker!

    8. Die Dirigentenausbildung sollte um Kurse in Menschenführung und Management als Pflichtfach erweitert werden…NEIN! Nicht Kurse! Sondern vom 1.Semester an als Pflichtfach Sozialkunde, oder besser ein NEU zu begründendes Fach, welches die unterschiedlichen „Reifungs-Aspekte“ eines jungen Menschen berücksichtigt. Ihn bestätigt (als Musiker), diesen jedoch entschieden an die „Hand“ nimmt, einer permanenten Betreuung bietend. Eine angemessene Zeitorientierte Begleitung von anderen künstlerischen Berufen, wie z.B. die eines „Ton-Töpfers“, oder eines Kunstmalers, die zur Bildung des kreativen Ausdrucks eine viel umfassendere Integration eines „Ganzheitlichen“ Seins, verwirklichen könnten. Ein Dirigent der sich als moderner MANAGER gibt, ist meiner Auffassung nach, eine typische „Entgleisung“ eines nur Profitorientierten gesellschaftlichen Denken. Damit ändert man nicht grundsätzlich die VERKRUSTETEN Vorstellungen vieler Altmeister (das ist nicht beleidigend gemeint), sondern eher wohlwollend. Veränderung heißt Metamorphose, meint „Verpuppung“, Wandlung, aber nicht beliebige begriffliche „Um-Wandlung“! Und es ist auch kein RADIKALER Eingriff in Bestehendes, es ist die NEU-SCHAFFUNG oder auch Erneuerung eines Berufsbildes, das durch seine „Haltung“ einem Fossil aus grauer Vorzeit gleicht!

    9. Die Orchester sind nämlich hierarchisch strukturiert, und brauchen jemanden vor sich der das Orchester klug und stark führt…was an dieser Aussage ist bitte „neu“?

    Wenn Sie hier auf eine wie auch immer bemühte Kommentierung warten, dann sollten wir als „Angesprochene“ uns nicht mit allzu banalen Denkanstößen auseinandersetzen müssen! Sätze wie …mit verheerenden folgen wenn der Dirigent nicht darauf vorbereitet ist. „Einfach nur Musikmachen“ reicht in der Praxis leider oft nicht…sind entweder ein nicht allzu ernst nehmen der Sache insgesamt, oder aber es ist Ihnen ziemlich egal, wer was, wie – zum „Besten“ gibt! Selbst einem Laienmusiker in einem ebensolchen Amateurorchester sind diese Tatsachen bewusst. Dafür braucht es kein Studium. So entsteht der Eindruck von Ihrer „Kolumne“(?) - Hauptsache es entsteht „irgendwas“!
    Mit einem wirklichen Dialog mit Ihrem KLIENTEL von nach der „Sinn-Frage“ Suchenden - Musikern hat diese von Ihnen formulierte Fragestellung – wenig zu tun!
    Mit freundlichem Gruß
    Burkard Gröbl
    musiker-coach

    Anmerkung: Ihre gemachten orthografischen, grammatischen und stilistischen Fehler behalte ich, - gerne dürfen sie die „meinen“ auch „be-halten“!

    Kommentar von Gröbl, Burkard — 19. Juni 2007 @ 22:00

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